apraxos

Installation von Debian 9 KDE

Für eine Neu-Installation von Debian 9 sollte eine Festplatten-Partition von mindestens 20 GB, besser 40 GB oder größer, vorhanden sein. Auch eine Installation in Virtualbox ist möglich.

Dafür laden wir uns ein DVD-Live-Image von https://www.debian.org/CD/live/ herunter oder ein Netinstall-Image von https://www.debian.org/distrib/netinst herunter. Es sollte ein Image mit KDE als Windowmanager benutzt werden. Beim Netinstall-Image wird das während der Installation festgelegt.

Bei der Installation sollte natürlich die deutsche Sprache und deutsche Tastaturbelegung gewählt werden. Es empfiehlt sich, das /home-Verzeichnis auf eine eigene Partition zu legen, die eventuell direkt verschlüsselt angelegt werden kann. Eine Swap-Partition wird immer direkt mit installiert.

Für apraxos gehe ich von einem Benutzer praxis aus, in dessen /home-Verzeichnis das Programm installiert wird.

Anpassung für apraxos (wie ich es machen würde)

Nach dem Booten des neuen Debian 9 landet man am neuen Login-Bildschirm von SDDM. Man logge sich ein.

Als Erstes stelle ich den Anwendungsstarter des K-Menüs mit Rechts-Klick auf K-Menü → Alternativen → Anwendungsmenü um.

Danach installiere ich Synaptic als Pakemanager. Dieses Programm ist für mich übersichtlicher als apper.

Ich starte Synaptic. Über Einstellungen → Paketquellen editiere ich die Paketquellen. In allen aktivierten Paketquellen füge ich als Sektion „contrib“ und „non-free“ hinzu. Danach über Bearbeiten → Paketinformationen neu laden die neuen Daten über die Pakete herunterladen.

Über Status (linke Spalte) gibt es womöglich den Eintrag „installiert (aktualisierbar)“. Da drauf klicken: es werden alle Pakete angezeigt, die aktualisiert werden können. Auf „alle Aktualisierungen vormerken“ klicken, „vormerken“ bestätigen und „Anwenden“.

Nach der Installation der Aktualisierungen sind die bisherigen Pakete auf dem neusten Stand.

Ich installiere mir danach immer den mc (Midnight Commander), einen Nortan Commander-Nachbau, der beim Navigieren und Editieren auf der Kommandozeile sowohl als normaler User als auch als root recht nützlich ist. Für reine Konsolen-Freaks reicht natürlich der vi.

Über K-Menü (bzw. den Startknopf ganz links in der Kontrollleiste) → Einstellungen → Systemeinstellungen können das Aussehen und Verhalten des Desktops verändert werden.

Über „Persönliche Informationen“ → „Regionaleinstellungen“ sollte unter Sprache die bevorzugte Sprache auf „Deutsch“ eingestellt werden. Hierfür in den verfügbaren Sprachen „Deutsch“ suchen und mit dem Button |>| nach rechts in den Bereich „bevorzugte Sprache“ verschieben. „American English“ kann dann als zweite Wahl in diesen Bereich verschoben werden.

Die „Rechtschreibprüfung“ ebenfalls auf „Deutsch“ umstellen.

„Datum & Zeit“ bzw. „Zeitzone“ ist meist richtig eingestellt.

Bei „Persönliche Informationen“ würde ich unter „Anwendungen“ → „Standard-Anwendungen“ → Webbrowser den Firefox als Anwendung einrichten.

Bei der „Programmstartanzeige“ würde ich den „Hüfenden Cursor“ auf „keine Aktivitätsanzeige“ umstellen, da mich der hüpfende Cursor nervt.

Über „Arbeitsbereich“ → „Arbeitsflächenverwaltung“ → „Virtuelle Arbeitsflächen“ setze ich die virtuellen Arbeitsfläche auf mindestens 4. Der Wechsel zwischen den Arbeitsflächen muss allerdings umgestellt werden: statt Strg+F1 (von apraxos benötigt) stelle ich auf Strg+Alt+1, statt Strg+F2 → Strg+Alt+2 usw. um. Mit Rechts-Klick auf eine der Flächen des Arbeitsflächen-Umschalters links in der Kontrollleiste → Einstellungen für Arbeitsflächen-Umschalter → Allgemein → Symbole werden kleine Icons des auf der Arbeitsfläche geladenen Programms auf der entsprechenden Arbeitsfläche angezeigt. Auswahl der aktuellen Arbeitsfläche → sollte auf „Zeigt die Arbeitsfläche an“ gesetzt werden.

Wenn man mit der Maus über die geöffneten Programme in der Kontrollleiste geht, wird ein Informationsfenster zu dem Programm angezeigt. Das stört mich mehr als es mir nutzt. Deshalb schalte ich es aus, indem ich rechts auf die Kontrollleiste und auf → Einstellungen für Fensterleiste klicke. In Allgemein → Kurzinfos anzeigen → Kästchen abwählen. Auch „Zwischen laufenden Programmen mit dem Mausrad wechseln“ schalte ich ab. Mit „Anwenden“ bestätigen.

Viele der „Arbeitsflächen-Effekte“ schalte ich aus, da sie zwar recht hübsch sind, aber bei der täglichen Arbeit auch nerven können. Am Besten die Liste der Effekte durchgehen und überlegen, welche sinnvoll sind und welche nicht.

Über „Arbeitsbereich“ → „Kurzbefehle“ müssen etliche Tastaturbefehle abgeschaltet werden, damit apraxos diese Tastaturbefehle nutzen kann. Besonders bei den „globalen Kurzbefehlen“ müssen die Tastaturbefehle Strg+F1 bis Strg+F12 und Alt+F1 bis Alt+F12 abgeschaltet werden, da sie sonst nicht von apraxos benutzt werden können.

Mit „Erscheinungsbild“ + „Arbeitsbereich-Design“ kann das Aussehen des Desktop verändert werden: probieren Sie mal „Breeze-Dunkel“ und „Oxygen“.

Weitere Installationen:

aeskulap (DICOM-Betrachter)
pdftk (für BFB-Programm und PDF-Creator)
kde-wallpapers
kde-artwork-wallpapers
ttf-mscorefonts-installer
xfonts-terminus, xfonts-terminus-dos, xfonts-terminus-oblique
libcurl3
dirmngr
cups-pdf, cups
openssh-server
net-tools
dmtx-utils
evtl. weitere sddm-themes, xscreensaver

evtl. deinstallieren: apper, kaccessible, hunspell-be, hunspell-ca, hunspell-gl-es, hunspell-kk, hunspell-sv-se, mozc-data, mozc-server, myspell-*.Thai-Sprachpakete, Firefox-Sprachpakete außer Deutsch (firefox-esr-l10n-*), Libreoffice-Sprachpakete und -Hilfe-Pakete außer Deutsch

Der modemmanager kann den Zugriff auf bestimmte Kartenlesegeräte verhindern, weil er meint, das Kartenlesegerät wäre ein Modem. Wer also kein Modem braucht, sollte den modemmanager deinstallieren.

Nun auf die Desktop-Oberfläche mit rechts klicken → Einstellungen für Arbeitsfläche:

Layout → Umstellung auf Ordner-Ansicht Bild auswählen und auf „Anwenden“ gehen.

Nochmal auf Desktop-Oberfläche rechts klicken → Symbole → Symbolgröße → Mittel oder Klein.

K-Menü → Einstellungen → Systemeinstellungen → Arbeitsbereich → Starten und Beenden → neues SDDM-Theme auswählen, evtl. auch anderen Hintergrund auswählen.

Bei Laptops wird automatisch – auch bei Netzbetrieb – die Bildschirmhelligkeit auf 50% gesetzt, für meine Begriffe zu dunkel. Dies kann über Hardware → Energieverwaltung → Bildschirmhelligkeit umgestellt werden.

Es können weitere Einstellungen des Desktop durchgeführt werden, ganz nach Geschmack.

Im Firefox ist es sinnvoll, das Add-on uBlock (Werbe-Blocker) zu installieren.

Nun kann apraxos installiert werden. Am Einfachsten lädt man sich die DVD über www.apraxos.de → Downloads → hbftp.zip oder hbftp64.zip herunter. Die Zip-Datei entzippen und hbftp.unx oder hbftp64.unx aufrufen. Der Download läuft automatisch ab. Anschließend kann im DVD-Verzeichnis STARTQT.UNX/START.UNX oder STARTQT64.UNX/START64.UNX aufgerufen werden und apraxos installiert werden.

Auf Debian 9 sollte anschließend apraxos.unx oder apraxos64.unx gestartet werden. Wenn man apwlin.unx oder apwlin64.unx starten will, muss zunächst die libpng12-0 aus Debian 8 installiert werden. Diese Bibliothek kann über https://packages.debian.org/jessie/libpng12-0 heruntergeladen werden und problemlos in Debian 9 installiert werden.

Wenn x2go installiert werden soll, kann man sich an die Installationsanleitung von https://wiki.x2go.org/doku.php/doc:installation:x2goserver halten.
Eventuell muss dort als keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 angegeben werden, falls der vorgegebene Keyserver nicht antwortet. Für gemeinsames Ansehen bzw. Arbeiten bei der Fernwartung sollte das Paket x2godesktopsharing zusätzlich installiert werden.

Für die KVDT-Prüfung verlangt die KBV ausdrücklich Oracle Java 8. Es läuft vermutlich auch mit OpenJDK. Falls allerdings Probleme auftauchen sollten, muss doch Oracle Java 8 installiert werden.

Eine gute Anleitung findet man unter

http://www.webupd8.org/2014/03/how-to-install-oracle-java-8-in-debian.html

Hier verkürzt:

als root in die Datei /etc/apt/sources.list anfügen: 
deb http://ppa.launchpad.net/webupd8team/java/ubuntu xenial main

als root:
apt-get update

es kommt zu einer Fehlermeldung wegen fehlendem Schlüssel.

Als root auf der Konsole eingeben:
apt-key adv --keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 --recv-keys EEA14886

nochmal:
apt-get update
geht jetzt ohne Fehler dann:
apt-get install oracle-java8-installer

Es werden automatisch weitere Pakete installiert. Die Lizenzabfragen müssen mit Ja beantwortet werden.

Bei HP-Notebooks musste im BIOS die Einstellung für die F1-F12-Tasten umgestellt werden, damit Lautsprecher-Lautstärke, Bildschirm-Helligkeit usw. nur über Fn-Funktionstaste angesprochen wurde und nicht nur über die Funktionstasten.

Evtl. müssen unfreie firmware-Pakete zusätzlich installiert werden, damit Bluetooth, Wifi usw. richtig funktionieren. Dies kann man kontrollieren mit

cat /var/log/kern.log | grep error‘

Die dort genannten Treiber, die nicht geladen werden konnten, können in Synaptic gesucht werden und installiert werden.

Für Client-Installation sollte in der Datei /etc/ssh/ssh_config ForwardX11 auf yes gesetzt werden, da sonst apraxos.unx/apraxos64.unx bei Aufruf über das Netz nicht dargestellt wird.

Bei Wifi installiere ich gerne den WICD, da der scheinbar besser mit wpa-supplicant zurecht kommt als der Network-Manager. Dafür muss der Network-Manager abgeschaltet werden. Deinstallieren kann man den Network-Manager nicht, weil dann das gesamte KDE deinstalliert wird.

Das unbeabsichtigte Einschalten der Caps-Lock-Taste führt immer wieder zu Fehleingaben. Deshalb sollte man diese Taste deaktivieren: als root ändert man in der Datei /etc/default/keyboard:

XKBOPTIONS=""

in

XKBOPTIONS="ctrl:nocaps"

Wer beim Start von KDE die Num-Lock-Taste eingeschaltet haben will, sodass der Nummernblock zur Eingabe von Ziffern bereit steht (geht nicht bei Laptops, die keine Pfeiltasten haben), kann dies über K-Menü -> Einstellungen -> Systemeinstellungen -> Eingabegeräte -> Tastatur -> Zahlenblock beim Plasma-Start auf "Einschalten" stellen, anschließend auf "Anwenden" klicken.

Wenn eines der Kartenlesegeräte an einem Computer angeschlossen werden soll, muss der entsprechende Treiber von der DVD aus dem Verzeichnis /LIN/DEB installiert werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass der User praxis für einige Kartenlesegeräte in der Gruppe "users", für andere Kartenlesegeräte in der Gruppe "dialout" ist. Lesen Sie dazu die Anleitungen zur Einrichtung der Kartenlesegeräte.

Sind die Drucker im Netzwerk an Rechner mit unterschiedlichen CUPS-Versionen angeschlossen, können Probleme auftreten, sodass die freigegebenen Drucker trotzdem nicht im Netzwerk gefunden werden. Das Paket cups-browsed sollte auf dem als CUPS-Client fungierenden Rechner installiert sein. In der Konfiguration-Datei /etc/cups/cups-browsed-conf sollte stehen:

BrowseAllow 192.168.1.*    <-ihre Netzwerk-IP

BrowsePoll 192.168.1.4:631   <- IP-Adresse eines Rechners mit gleicher CUPS-Version
BrowsePoll 192.168.1.10:631/version=1.1  <-IP-Adresse eines Rechners mit älterer CUPS-Version

Eventuell wird die Änderung erst nach einem Neustart der Rechner wirksam.

 

 

 

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